Zum Ironman-Triathlon am 8. Juli hieß es für den RC-Edelweiss Nieder-Wöllstadt zum 17. Mal in der Veranstaltungsgeschichte: Ran an die Arbeit. Mit über 60 Helfern rockten die Radsportfreunde von frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag in der Sommerhitze die Verpflegungsstelle der 185 km langen Rennradstrecke in Friedberg Fauerbach.

Der Aufbau und die Vorbereitungen der Station im Vorfeld der Veranstaltung waren ein Worm up für das, was die Helfer in den kommenden Stunden erwartete: über 3000 Athleten, die die Verpflegungsstelle in zwei Runden anfahren werden. Zwei Lastwagen wurden entladen, sechs Stände aufgebaut, Wasserversorgung aus Hydranten hergestellt. Im Akkord wurden 4000 Radflaschen mit Wasser, Isogetränken und Colamix befüllt, 1300 Bananen halbiert, Gels und Power Bar-Riegel aus dutzenden Kisten ausgepackt. Innerhalb kurzer Zeit waren alle Helfer startklar. Mit Spannung wartete man auf die ersten Triathleten, die um kurz nach halb neun die „Erfrischungsmeile“ erreichten.

In den folgenden Stunden waren die am Straßenrand positionierten Helfer unermüdlich im Einsatz und reichten den Athleten auf dem Rad Getränke, Obst und Kohlenhydrate. Ein Wasserschlauch spendete auf Verlangen wohltuende Abkühlung. Viele Sportler gaben dafür Dank oder ein Lächeln zurück. Als dann die letzten Athleten und schließlich auch der Schlusswagen die Verpflegungsstation passierten, machte sich an Ständen die Erleichterung breit. Geschafft! Aufgabe gut gemeistert!

Der RC-Edelweiss ist inzwischen ein fester Bestandteil des Ironman-Einsatzplans geworden. Trotz Routine war die diesjährige Austragung für den Radclub eine ganz besondere Veranstaltung. Die Wöllstädter ließen es sich nicht entgehen, neben der Versorgung aller Starter ihre drei Vereinsmitglieder anzufeuern. Der Vorsitzende Marcus Gärtner (49) sowie Falko Schmidt (38) und Christoph Streb (47)  waren unter den zahlreichen Teilnehmern des Weltklasse-Triathlons (großes Foto oben). Der Beifall und die Zurufe des großen Helferteams beim Eintreffen der Sportkameraden in der Verpflegungsstation waren dementsprechend überwältigend. Die frohe Nachricht, dass alle drei ebenfalls den 42 km langen Marathon absolviert haben und mit Zeiten zwischen 11:46 und 13:29 Stunden ins Ziel gekommen sind, erreichte die Helfer erst am frühen Abend zu Hause. Glückwunsch und Chapeau! Der RC-Edelweiss ist stolz auf seine Ironman-Finisher.